Personal suchen-Personal finden-Personal halten

In der Hotellerie (wie auch Gastronomie) werden händeringend Fach- und generell Arbeitskräfte gesucht. Dies ist nichts neues, viel hat sich großartig auch nichts daran geändert, wenigstens in den letzten drei bis fünf Jahren.

Einige Kollegen versuchen sich ala Hipse und Coole Arbeitgeber zu präsentieren, einige bezahlen mehr als der Rest und die anderen gehen den normalen Weg über trockene Anzeigen in den Zeitungen oder im Internet. Letztere, die Portale im Internet und als App, sind auch nicht gerade die ‚Burner’. Bekannte Portale (leider gibt es nicht viele) haben sich in den letzten drei Jahren absolut nicht mit Innovation überhäuft und sind dafür relativ teuer. Die neuen Apps sind witzig nur erreichen bei weitem nicht die Bewerber und geben nicht genug in Marketing aus um deren Bekanntheitsgrad zu erhöhen.

Es gibt Kollegen die bezahlen höhere Gehälter, was absolut richtig und in Ordnung ist. Große- oder Kettenhotels könnten da bestimmt mithalten, was sie aus Geiz nicht so gern tun…aber in Zukunft müssen. Die anderen Hotels, private Häuser, haben damit schon eher ein Problem, diese können oft leider keine höheren Gehälter zahlen und dadurch auch nicht mithalten und werden Personal verlieren. Es ist eine Zwickmühle, in der die Branche gerade steckt. Viel hängt hier auch am echten Arbeitsklima im Betrieb ab, weitere Angebote der Betriebe (z.B. Monatskarte für die ÖPNV und Fitness Abo o.ä.), dem Produkt selbst und natürlich Kollegen sowie Chefs.

Es besteht auch die Möglichkeit, den Versuch zu starten (oder zu erneuern) in anderen Ländern wie zum Beispiel Spanien, Portugal u.ä. für den Standort Deutschland als Arbeitgeber zu werben. Es ist die Hilfe der DeHoGa gefragt die Hotels zu unterstützen und ggf. Arbeitsmessen in den Länder zu veranstalten. Gerade Privat Hotels benötigen die Unterstützung der lokalen Verbände und Ministerien, es ist sehr wichtig diese auch zu leisten. Schade, dass von dieser Seite zu wenig kommt.

Trotz der großen Diskussion über die Flüchtlinge in Deutschland steckt doch auch hier großes Potential um neue Arbeitskräfte. Vielleicht wäre es an der Zeit, dass das Bundesarbeitsministerium, die Arbeitsämter und der DeHoGa sich zusammensetzten, um zu überprüfen wie die Flüchtlinge schnelle eine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung bekommen können.

Wir alle suchen Kellner, Reinigungsmitarbeiter, Köche, Empfangsmitarbeiter und einiges mehr. Vielleicht ist es möglich, mit mehr Innovation diese im In- und Ausland zu finden und mit gemeinsamer Kraft und Ideenreichtum diese zu finden. Höhere Gehälter helfen viel, nur nicht immer und groß reden über tolles Arbeitsklima hilft nur da, wenn es wirklich solch eins gibt. Vielleicht sollten wir weniger reden und mehr machen, damit die Branche nicht wegen Mitarbeitermangel in größere Schwierigkeiten kommt.


2 Antworten auf „Personal suchen-Personal finden-Personal halten“

  1. Guten Tag Herr Rosenberg,

    Generell ist Ihr Beitrag sehr richtig und ein Anstoß die bisherigen Methoden qualifizierte Arbeitnehmer zu gewinnen, zu gewinnen und zu halten. Dennoch möchte ich einen Gedanken hinterlassen. Nicht nur das Arbeitsklima ist von Bedeutung. Vielmehr geht es um die Arbeitsbedingungen. Ich bin Hotelbetriebswirtin und alleinerziehende Mutter. Die Arbeitsbedingungen der Branche machen es qualifizierten Arbeitnehmern wie mir leider nicht so einfach.
    Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.
    Mit freundlichen Grüßen
    S. Retter

    1. Sehr geehrte Frau Retter,
      vielen Dank für Ihren Kommentar. Bei Ihren Gedanken, welchen Sie erähnt haben, stimme ich Ihnen zu, es ist durchaus schwierig dies zu verbinden. Die Branche ist, leider keine einfache und bei vielen Betrieben lässt es sich eher schwer zu verbinden. Trotzdem ist es eine Summe von allem und alles ist wichtig für sich. Trotzdem hoffe ich sehr, dass es bei Ihnen geklappt hat oder klappen wird, eine Stelle zu finden. Gerade jetzt werden händeringend Mitarbeiter gesucht und da sollte jeder Betrieb kreativ und flexibel werden.
      Mit freundlichen Grüßen
      Zeèv Rosenberg

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