Was bringt und wer gewinnt oder verliert bei großen Hotel Übernahmen?

Es ist schon toll und Interessant zu lesen, dass Marriott zuletzt Starwood übernommen hat/wird und zum größten Hotelkonzern der Welt aufsteigt. Mit den unzähligen Marken, der beiden Gruppen, haben Gäste die Möglichkeit alle Top Brands aus einer Hand zu buchen. Im neuen Konzern gibt es alles, von 2-3 Sterne bis Hin zum Luxus von Ritz Carlton oder St. Regis.

Die Gewinner sind bestimmt auch die Inhaber von Marriott und die Gäste, die noch mehr die Vielfalt der Hotel genießen können, sowie von den Kundenbindungsprogramme beider Ketten stark profitieren, was ohne Zweifel ein Vorteil ist.

Wer sind jedoch die Verlierer dieses Mega Deals? Zu einem viele Mitarbeiter, da Marriott ein Einsparpotential von ca. 200 Millionen US $ sieht, dadurch werden wahrscheinlich zuerst die Zentralen von Starwood daran glauben müssen. Es werden bestimmt nicht 2 Zentralen in den USA und in Europa benötigt. Bestimmt folgen jetzt tolle Sprüche geliefert, wie wichtig die Mitarbeiter sind und danach kommt der Hoover und macht sauber, leider!!! Die Hotels leben von den Mitarbeiter und nicht nur von den Hotels selbst. Das riesen Potential wird vergrault und am Ende gekündigt, Schade!

Selbst habe ich eine Übernahme mitgemacht (Accor / Dorint), erst wurde uns erzählt, dass alles besser wird. Die vielen tollen Hotels weltweit, und wie schön diese sind, dann das keiner um seinen Arbeitsplatz sich fürchten muss, dann saßen wir in einem Büro und warteten 2-3 Monate um neue Aufgaben zu bekommen, eine Zermürbungszeit war es. Bis die Kollegen von sich aus gekündigt haben und der Rest ist geblieben oder wurde gekündigt. Große Sprüche und wirklich nichts dahinter, das Management hat sich da nicht mit Ruhm bekleckert.

Weitere Verlierer könnten die Investoren sein, die sich bewusst (z.B.) an Starwood angeschlossen haben, da Ihnen diese Philosophie gefällt, die Rendite gestimmt hat und die (teilweise langzeitige) Zusammenarbeit einfach gestimmt hat.

Voraussichtlich wird es auch bei Marriott und Starwood so sein, dass viel geredet und versprochen, das gelbe vom Ei versprochen wird…. Lassen wir uns in 6-12 Monaten wieder dieses Thema ansehen und hoffentlich habe ich nicht recht…

Generell sind Giganten nicht immer das ‚non plus ultra’ und manchmal arbeiten kleinere Firmen/Hotelgruppen besser für Kunden und Mitarbeiter, jedenfalls ist ein großer Konzern definitiv nicht so flexibel – und dieser (Marriott/Starwood) wird gigantisch groß. Dies sollten kleinere Hotelgruppen und privat Hotels als Chance aufnehmen und mehr Individualität und noch mehr Qualität für den Gast kreieren.

Zum Glück sind die Marriott Inhaber richtige Hoteliers, auch sie gucken auf den Umsatz, Profitabilität und Qualität, kennen diese die Branche und wissen, wie ein Hotel funktioniert. Jedenfalls ist das besser als die diversen Finanzhoteliers, die nur auf den Profit gucken und nicht auf die Qualität für den Gast und scheren sich weniger um die Mitarbeiter.

Jetzt folgt der nächste Deal, Chinesen wollen die IHG übernehmen. Die IHG, welche mehr als 4.900 Hotels und 730.000 Zimmern in rund 100 Ländern haben, war für viele Jahre die weltweit größte Hotelkette. Wie viele wissen, ein großer Teil des globalen Tourismus im 21. Jahrhundert stammt bereits aus Asien, genauer zu sagen aus China und Indien, also macht dieser Schritt geschäftlich sinn.

Es wäre ein logischer Schritt für chinesischen Hotelgruppen, eine globale und renommierte Hotelgruppe wie die IHG, die viele Marken hat, zu kaufen. Offensichtlich sind es es nicht nur für die vielen Marken, sondern auch den weltweiten Vertrieb und die ca. 90 Millionen Loyalität-Club-Mitglieder (Laut IHG Webseite vom 20. Oktober 2015). Siehe auch Bericht von Joseph Fischer (http://www.4hoteliers.com/news/story/15119)

Es bleibt sehr spannend und hoffentlich wird es mehr Gewinner als Verlierer geben.

#zeevrosenberg

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