Innovation im Hotel, was heißt das überhaupt?

Es wird viel über Innovation in Unternehmen gesprochen, was heißt das das überhaupt ‚Innovation’ und sind immer nur neue Technologien gemeint oder gibt es weitere Faktoren? Wir haben es bei uns intern besprochen und alle Bedeutungen aufgeschrieben, was das Wort Innovation für uns alles bedeutet. Laut Wikipedia heißt Innovation: „Neuerung“ oder „Erneuerung“.

 

Dadurch kamen wir zum Entschluss, dass es nicht nur neue Technologien sind, welches ein Unternehmen benötigt um sich innovativ zu benennen, sondern auch (wie zum Beispiel) Personalmanagement (Personalmarketing) & Recruiting, Interieur/Technik/Energie (ITE) im bestehenden Unternehmens, F&B und natürlich e-sales um neue Trends der Branche zu erkunden sowie die Wünsche des Kunden lernen sowie technologisch auf den neusten Stand zu sein.

 

Wenn wir in der Hotellerie die Diskussion beobachten, wird meist nur darüber gesprochen, welche neue Technologie installiert worden sind, welche Reichweite diese haben und natürlich über die Vorteile für den Gast und das Unternehmen. Es besteht kein Zweifel, dass Unternehmen nicht auf den Taten der Vergangenheit stehen bleiben dürfen oder denken, es hat immer so geklappt also weiter so und wieso nicht auch in der Zukunft so weiter machen…. Nur ist auch zu sagen, dass nicht jede App, Webseite, Applikation für die Webseite etc. zum Unternehmen passt, nur um zu zeigen wie cool und innovativ wir sind.

 

Recruting / Personal

Das Personalmarketing und Recruiting kommen parallel dazu, ohne Personal kann ich heutzutage kein Hotel führen (welches nicht automatisch oder mit Roboter betrieben wird). Da das Recruiting schwieriger geworden ist, um generell Mitarbeiter zu finden (wir reden ja nicht mehr um die, welche lange an einem Arbeitsplatz bleiben), sollten die Unternehmen in diesem Bereich sehr wohl innovativ werden und auch Geld investieren, um neue Kollegen zu gewinnen. Es geht nicht nur um Generation Y oder Z, sondern um alle. Diejenigen, welche immer nur auf das junge und (angeblich) Dynamische plädieren, vergessen die Vielfalt der Ü30iger. Öfters, wenn ich Berichte über Y und Z lese, denke ich, dass es keine anderen Arbeitnehmer mehr gibt und die Diskussion darüber geht am Arbeitsmarkt komplett vorbei. Die Unternehmen, welche den Ü30 Markt ausschließen, weil sie immer ‚ever young’ bleiben wollen oder Geld sparen, werden auf Dauer ihre Quittung erhalten. Wir müssen alle erreichen und es ist egal, welches Alter diese haben, je mehr wir die Suche Einschränken, werden wir noch größere Probleme bekommen.

 

Die Unternehmen, gerade die Hotellerie, sollten Programme starten, um Mitarbeiter zu gewinnen. Wir sollten ein gerechtes Gehalt zahlen, gutes Arbeitsklima kreieren, Mitarbeiter Programme anbieten, Ehrlichkeit sollte ein muss sein und erkennen, dass unsere Kollegen auch mal unzufrieden sind. Natürlich erreichen sie keine 100% Zufriedenheits-Quote (wir sind ja nicht bei der SPD), nur wenn die meisten Mitarbeiter zufrieden sind, haben sie einen wichtigen und positiven Erfolg erreicht (zufriedene Mitarbeiter sind auch produktive Mitarbeiter). Es hilft nicht, Mitarbeiter auf Unternehmensbewertungsportale zu drängen, gute Bewertungen anzugeben zu lassen, dieser Schuss kann groß nach hinten gehen.

 

Dazu kommt auch noch, wie bewerben wir das Unternehmen für neue Kollegen und was tun wir dafür um gute, klassifizierte und loyale Mitarbeiter zu gewinnen. Die Strategie 08/15 Stellenanzeigen ist vorbei und leider gibt es relativ wenig Portale, welche wirklich in diesem Feld innovativ und kreativ arbeiten. Es ist auch nicht so toll, sich innovativ zu nennen und parallel große Anzeigen für die Generation Y und Z in den Printmedien zu schalten. Der Bundesverband der DeHoGa hat eine Initiative diesbezüglich kürzlich gestartet, was sehr lobenswert ist, nur die Landesverbände laufen nicht immer mit und helfen kleinen oder privaten Unternehmen kaum um Mitarbeiter zu finden. Dadurch ergibt sich, dass jedes Hotel auf sich allein gestellt ist, da auch einige DeHoGa Präsidenten die Zeichen der Zeit im Personalbereich verschlafen haben.

Zum Glück kommen jetzt einige Start Ups auf neue Recruting Ideen um Mitarbeiter zu finden. Wir selbst sind bei vielen Portalen dabei, nur müssen wir einen Schritt weitergehen (was bereits andere Hotels schon machen) und werden mit weiteren Kollegen in Deutschland, europaweit auf die Suche gehen, um den Mitarbeiter Bedarf abzudecken. Auch die Initiative Fair Hotel Job ist ein interessanter Weg für Hotels in diesem Bereich etwas zu machen.

 

Interieur/Technik/Energie (ITE)und F&B

Diese Themen sind für ein Hotelbetrieb äußerst wichtig und es Bedarf einen eigen Beitrag dazu. Sowohl das Thema F&B sollte immer wieder hinterfragt und erneuert werden als auch das Thema Interieur, Technik und Energie. Hier ausführlich darüber zu schreiben, würde den Rahmen ggf sprengen und bedarf einen eigenen Beitrag.

 

E-Sales:

Einer der wichtigsten Innovationspunkte ist es herauszufinden, wer überhaupt das Kundensegment ist und was benötigt wird, um diese zu erreichen sowie zu akquirieren? Ein Plan hierzu ist unumgänglich, um zu wissen, wie das Ziel zu erreichen ist. Wie koordinieren wir das vorhandene Budget (oder welche finanziellen Möglichkeiten haben wir?) um die passende Reichweite zu erzielen und direkte Buchungen zu erhalten?

Jetzt kommen die neuen Technologien ins Spiel, mit den richtigen Produkten und technischen Möglichkeiten, kann ein Hotel es leichter haben dieses Ziel zu erreichen und konkret sowie gezielt die Kundschaft ansprechen, dort wo diese auch sind. Wir dürfen auf der einen Seite die Kollegen nicht permanent mit neuen Technologien überfordern, sollten trotzdem sehen, wie, was und wann es passt, diese im Betrieb zu implementieren. Wir sollten checken, was zum Hotel passt und was nicht. In diesem Bereich benötigt ein Hotel gute Berater/Agenturen sowie innovative Mitarbeiter, welche auch diese Technologien finden, implementieren und pflegen können.

Das gute ist, dass wir es heute leichter haben, mit passenden Technologien, weitere Märkte und Zielgruppen zu erreichen sowie das direkte Buchungsgeschäft zu stärken. Wir sollten mehr Mut haben, den großen Konzerne die Stirn zu bieten und dabei versuchen die IBE zu optimieren, Webseiten aktualisieren (erneuern), Content zu schaffen, Brand-Bidding zu bekämpfen, in Google AdWords (SEA) zu investieren und es gibt noch viele Sachen, die ein Hotel machen kann. Innovation muss immer in Bewegung bleiben um den Anschluss an den Konzernen, Mitwerber und OTA’s nicht zu verpassen.

 

Fazit:

Als Fazit zeigt sich, aus meiner Sicht, dass Technologien (e-sales), Interieur/Technik/Energie (ITE) sowie F&B extrem wichtig sind. Trotz aller Wichtigkeit der Technologien, ist eine regelmäßige Analyse unabdinglich, um zu sehen, was richtig und falsch gemacht worden ist und ggf. einiges zügig zu ändern.

Des Weiterhin sollten wir erkennen, dass wir immer noch auf Mitarbeiter zugreifen müssen, um innovativ zu bleiben. Die beste technologische Innovation können wir kaufen, nur hilft es nichts, wenn die Mitarbeiter nicht dahinterstehen und wir sie damit überfordern oder gar keine Mitarbeiter finden, welche diese nutzen oder pflegen können.

Wir sollten erkennen, dass das Thema Innovation in einem Hotel viel mehr als nur Technik Pur ist, vielleicht wäre es auch ein Thema dies in einem größeren Rahmen zu diskutieren. Wir brauchen Mitarbeiter der Generation L (Life) die im Leben stehen und arbeiten wollen, denn sonst erhalten, wir schneller als verhofft (und uns ggf lieb ist) die Generation R (Roboter) in jeglichen Bereichen.



Alle reden über Technologie und e-commerce,  aber die wenigsten sprechen über Personal und Mitarbeiter

Viel wird in den letzten Monaten über Technologie und e-commerce oder e-Marketing gesprochen. Vor allem, was die Hotels alles in diesem Segment machen können oder sollten. Alles richtig und bestimmt haben die Experten teilweise recht, nur ist die Frage: Wer soll die Technologie es im Hotel bedienen und nutzen?

 

Das Thema Personal ist ein leidiges Thema. welches die meisten, die sich zu den oben genannten Themen äußern, wahrscheinlich weniger auf dem Schirm haben oder dies verdrängen. Dabei ist es eine ebenso wichtige und problematische Thematik wie Distribution oder Technologie. Jedes Jahr nimmt die Zahl der Hotels zu und ebenso wie alle bereits existierenden Betriebe benötigen sie Arbeitskräfte. Allerdings ist längst nicht mehr klar, woher diese kommen sollen.

 

Der Hotelkongress am 6. und 7. Februar in Berlin lässt  das Thema „Personal“ außen vor., Ein Speaker wird über die Generation Y reden….wow wie toll…Die Welt soll sich, nach seiner Auffassung, ganz und gar an diese Generation  anpassen…. Naja…

 

Der Landes Verband (DeHoGa) ist mit dem Thema Personal entweder überfordert oder versteht nicht, dass die Hotels ein riesiges Problem haben. Bislang fehlt es hier leider an innovativen Vorschlägen.  Dass die Branche zu schlechte Gehälter zahle, ist ein ausgelutschtes Standardargument, dass in der Mehrzahl nicht auf die Betrieben zutrifft. Die Kollegen hingegen, die weiterhin deutlich unter Tarif zahlen, haben bzw. bekommen ein noch größeres Problem gutes Personal zu finden.

 

Während über die Implementierung technischer Innovationen viel besprochen wird, fehlt es in einer Großzahl an Betrieben am qualifizierten Personal. Denn auch innovative elektronische Angebote müssen bedient werden. Keine Technik läuft von allein. Zudem droht neben einer Überflutung die Überforderung der Angestellten, die sich ursprünglich für einen Beruf am Menschen, nicht an der Technik entschieden. 

Was ist denn die Lösung? Landesverbände könnten eine Taskforce einrichten, die den Bedarf der Hotels ermittelt und mögliche Unterstützungsleistungen definiert.  Des Weiteren kann der Kontakt mit der Bundesagentur für Arbeit und die privaten Jobsuchanbieter integriert werden,  um konkrete Ideen und Vorschläge auszuarbeiten.

 

Wieso suchen wir nicht Mitarbeiter in den Ländern, in denen eine hohe Jugendarbeitslosigkeit herrscht (Spanien, Portugal und Griechenland – z.B)? Ich weiß, dass diese Idee, welche ich schon mehrmals erwähnt habe, belächelt wird. Nur wäre es doch mal ein Versuch wert dies zu checken und es auszuprobieren. In der Südwestpresse gab es dazu auch ein Bericht (http://m.swp.de/geislingen/lokales/region/da-waren-es-ploetzlich-nur-noch-drei-14362718.html). Nur nichts tun ist die absolut das falsche und hilft uns nicht weiter. Auch wenn nur 50% die Ausbildung durchziehen, ist es ein Erfolg, dass der Betrieb Mitarbeiter gewonnen hat. Wenn die Hotels und der DeHoGa Landesverband sich zusammen schließen, um Sprachkurse und eingewöhnugsmaßnahmen zu organisieren kann es klappen die Mitarbeiter zu integrieren.

 

Vielleicht hilft es nicht nur neue Mitarbeiter aus dem In- und Ausland zu rekrutieren und auch Quereinsteiger für die Hotelbranche zu begeistern. In jedem Fall muss die Branche aufwachen. Handeln, statt lamentieren und nicht über andere Schauplätze zu reden ohne das richtige Problem der Hotellerie anzupacken – Personal!

 



Freunde – Freinde – Kollegen

Eine Erfahrung die viele im Berufsleben machen (vielleicht auch privat) ist, wer erkennt sich als Freund oder echter Kollege auch in Zeiten, wo es nicht so gut geht.

Manchmal sehen wir Kollegen die eine laute Klappe haben und sich meist nur profilieren wollen und nur das eigene Ego vor Augen haben. Diese Menschen gehen ’auf Leichen’ um deren eigenes Ziel zu erreichen und es sollte sich keine Personen in deren Weg stellen oder eine andere Meinung haben bzw. äußern..

Es gibt diejenigen (auch Vorgesetzte), die am Anfang euphorisch sind, dann nett, normal, ruhig, Mobbing und am Ende schnell und ohne Grund den Kollegen loswerden wollen. Das sind die Sorte von schwache Persönlichkeit gepaart mit eine Prise Dummheit was dazu führt das diese Kollegen oder Vorgesetzten eigentlich Angst haben, da der Kollege oder Mitarbeiter in irgendeiner Art und Weise gefährlich werden kann und dann nur Macht demonstrieren wollen, um die eigene Position zu halten.

Meiner Meinung nach ein sehr spannendes Thema und dabei erkennen wir schnell, wer ein guter Vorgesetzter ist und wie die Kollegen so sind (ehrlich – falsch oder nur laut und ein Angeber…). Auch in Zeiten, wo es einem nicht gut geht oder mal einen Job verloren hat, ist es sehr schön zu beobachten ob die einen uns nur ‚gemocht’ haben wegen der Position die wir inne halten oder weil wir als Kollege und Mensch doch interessant sind. Leider ist es so (nicht nur in der Hotellerie), dass sobald jemand keine wichtige Position bekleidet oder einen Job verloren hat, verliert er/Sie automatisch ca. 70-80% Kontakt mit den Kollegen.

Alles Erfahrungen, die im Laufe der Jahre leider gemacht werden, und die lehren, wie mit einigen Kollegen umzugehen ist. Was können wir dagegen tun? Ehrlich gesagt weiß ich es auch nicht. Wichtig ist, dass jeder seine Meinung hat sowie den eigenen Standpunkt und sich in den Spiegel gucken in die Augen gucken kann. Lieber mal einen kleinen Rückschritt machen als mit Menschen zusammenzuarbeiten, die sich im Prinzip nur in den Mittelpunkt setzten, wollen aber selbst von der Arbeit, Kollegen und Mitarbeiter keine Ahnung haben. Wer keine Ahnung hat, wird laut oder redet einfach zu viel um den heißen Brei herum.

Es ist leicht zu sehen, dass sobald jemand Erfolg hat und es sich rum spricht, er/sie auf einmal gaaaaaaanz viele neue Freunde bekommt und viele fangen auf einmal an  einen zu ‚Dutzen’ und auf alte Freundschaft zu sprechen, diese Kollegen sind mir persönlich sehr unsympathisch und suspekt. Mit der Zeit können Sie darüber schmunzeln und es genießen diese Personen in einem anderen Aspekt zu sehen.

Die Problematik EGO ist schon ein sehr großer Aspekt in unserer Gesellschaft. Nach vorne stürmen und keine Rücksicht auf die anderen nehmen. Hauptsache ICH komm weiter und nach mir die Sintflut (siehe Deutsche Bank).

Können wir was dagegen tun? Im Grunde nur mit der eigenen Erfahrung und Sinne sehen, wem kann ich trauen und wer ist wirklich ehrlich. Wer das erkannt hat, ist sehr weit und kann es besser einschätzen wie, was und wann er/sie etwas machen kann oder soll.

Wichtig ist es sich von den Blendern und Fachidioten nicht irritieren zu lassen und ehrlich sowie konstruktiv den eigenen Weg zu gehen und den Job (bzw. die Laufbahn) als eine Art Marathon anzusehen. Die ‚Menschkeit’ zu bewahren und die gemachte Berufs- und Lebenserfahren mitzunehmen sowie diese zu nutzen, hat es im Job und privat auf Dauer leichter und einfacher – auch wenn der große Karriere Sprung dadurch nicht immer garantiert ist. Wie oben bereits geschrieben, sich in die eigenen Augen gucken zu können ist schon sehr viel.



Personal suchen-Personal finden-Personal halten

In der Hotellerie (wie auch Gastronomie) werden händeringend Fach- und generell Arbeitskräfte gesucht. Dies ist nichts neues, viel hat sich großartig auch nichts daran geändert, wenigstens in den letzten drei bis fünf Jahren.

Einige Kollegen versuchen sich ala Hipse und Coole Arbeitgeber zu präsentieren, einige bezahlen mehr als der Rest und die anderen gehen den normalen Weg über trockene Anzeigen in den Zeitungen oder im Internet. Letztere, die Portale im Internet und als App, sind auch nicht gerade die ‚Burner’. Bekannte Portale (leider gibt es nicht viele) haben sich in den letzten drei Jahren absolut nicht mit Innovation überhäuft und sind dafür relativ teuer. Die neuen Apps sind witzig nur erreichen bei weitem nicht die Bewerber und geben nicht genug in Marketing aus um deren Bekanntheitsgrad zu erhöhen.

Es gibt Kollegen die bezahlen höhere Gehälter, was absolut richtig und in Ordnung ist. Große- oder Kettenhotels könnten da bestimmt mithalten, was sie aus Geiz nicht so gern tun…aber in Zukunft müssen. Die anderen Hotels, private Häuser, haben damit schon eher ein Problem, diese können oft leider keine höheren Gehälter zahlen und dadurch auch nicht mithalten und werden Personal verlieren. Es ist eine Zwickmühle, in der die Branche gerade steckt. Viel hängt hier auch am echten Arbeitsklima im Betrieb ab, weitere Angebote der Betriebe (z.B. Monatskarte für die ÖPNV und Fitness Abo o.ä.), dem Produkt selbst und natürlich Kollegen sowie Chefs.

Es besteht auch die Möglichkeit, den Versuch zu starten (oder zu erneuern) in anderen Ländern wie zum Beispiel Spanien, Portugal u.ä. für den Standort Deutschland als Arbeitgeber zu werben. Es ist die Hilfe der DeHoGa gefragt die Hotels zu unterstützen und ggf. Arbeitsmessen in den Länder zu veranstalten. Gerade Privat Hotels benötigen die Unterstützung der lokalen Verbände und Ministerien, es ist sehr wichtig diese auch zu leisten. Schade, dass von dieser Seite zu wenig kommt.

Trotz der großen Diskussion über die Flüchtlinge in Deutschland steckt doch auch hier großes Potential um neue Arbeitskräfte. Vielleicht wäre es an der Zeit, dass das Bundesarbeitsministerium, die Arbeitsämter und der DeHoGa sich zusammensetzten, um zu überprüfen wie die Flüchtlinge schnelle eine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung bekommen können.

Wir alle suchen Kellner, Reinigungsmitarbeiter, Köche, Empfangsmitarbeiter und einiges mehr. Vielleicht ist es möglich, mit mehr Innovation diese im In- und Ausland zu finden und mit gemeinsamer Kraft und Ideenreichtum diese zu finden. Höhere Gehälter helfen viel, nur nicht immer und groß reden über tolles Arbeitsklima hilft nur da, wenn es wirklich solch eins gibt. Vielleicht sollten wir weniger reden und mehr machen, damit die Branche nicht wegen Mitarbeitermangel in größere Schwierigkeiten kommt.



Der Service in der Hotellerie ist besser als bei viele andere Branchen

Seit langer Zeit beobachte ich wie der Service in einigen anderen Branchen einfach schlecht ist und diese durchaus von der Hotellerie lernen können. Auch wenn wir nicht immer den perfekten Service anbieten und wir uns weiter verbessern müssen, so sei es gesagt, dass dieser bei Weitem besser ist als in vielen anderen Branchen.

Letztens war ich in einem Elektronik Markt, dort wollte ich etwas umtauschen was ich eine Woche vorher gekauft habe. Sofort wurde ich belehrt, dass ich das Gerät an den Hersteller zurücksenden muss und die überweisen mir das Geld. Daraufhin sagte ich, dass ich das Gerät erst letzte Woche gekauft habe und mir die Verkäuferin garantierte, dass ich dies innerhalb 14 Tagen umtauschen kann. Nach zähen „Verhandlungen“ und viel murren sowie Unhöflichkeiten, seitens der Verkäuferin, hat sie nachgegeben, nachdem ich ihr zeigen sollte, welche die andere Verkäuferin mir so etwas gesagt hat…Super Service I.

Super Service II. In letzter Zeit besuchte ich einige Autohäuser um mich über ein Auto zu informieren. Die Verkäufer der Deutsch/Tschechische Automarke hat erst einmal nur weggeguckt und erst als ich ihm direkt ansprach, wurde er ein wenig kooperativer. Er nahm sich tatsächlich 8 Minuten Zeit den Wagen zu zeigen, zu konfigurieren und sagte tschüss. Er wollte keine Telefonnummer oder Email Adresse für einen Rückruf…hoffentlich möchte er kein Auto bei uns kaufen. Die gleiche Prozedur war genau so in einer anderen Niederlassung der gleichen Marke… vielleicht ist dies die Firmenphilosophie…

Dann war ich beim Krise geschüttelten Autohersteller aus Wolfsburg, der Verkäufer war sofort da und hat fast nur mit ja und nein geantwortet und sagte dann, wir sollten uns selbst umgucken, wenn was ist, können wir uns bei ihm melden …coole Strategie …

Die Bayern haben es ganz und gar nicht nötig, im neuen Stammhaus in Berlin ging ich rein, bin beim ersten Verkäufer vorbei gegangen der so tief am Bildschirm saß, dass er einen gar nicht sehen geschweige begrüßen wollte oder konnte …danach verweilte ich zwischen den Autos und öffnete die Türen, saß im Auto guckte so rum…nichts … In der Ecke des Ausstellungsraums saßen 3-4 Verkäufer, die haben sich nett unterhalten und gelacht, natürlich ist keiner aufgestanden und fragte ob er helfen konnte … Dann beschloss ich zu gehen, als ich den ersten Verkäufer sah, fragte er, ob er helfen kann, daraufhin erwiderte ich, jetzt nicht mehr, diese ‚nicht Dienstleistung’ von ihm und den anderen Kollegen war das Schlimmste was ich in letzter Zeit gesehen habe …er guckte und verschwand wieder hinter dem Bildschirm. Die Empfangs Dame verabschiedete mich nett, ich erwiderte ihr auch, dass die Kollegen doch eine Schulung in Benehmen und gute Dienstleistung machen sollten … Kam nicht gut an…

Weitere Geschichten kann ich vom Einzelhandel erzählen, weggucken und hoffentlich nicht direkten Kontakt mit dem Kunden haben. So wie es bereits Edgar G. Geffroy schrieb „Das Einzige was stört ist der Kunde“. Natürlich sind nicht alle so, nur eins ist klar, der Einzelhandel sollte seine Dienstleistung verbessern, bevor das Geschäft komplett ins Internet verschwindet.

Zur Hotellerie ist zu sagen, dass der Service bestimmt nicht perfekt ist, nur wesentlich besser und flexibler als in vielen anderen Branchen. Dies müssen wir weiter ausbauen und uns verbessern, damit wir ein Vorreiter im Service und Dienstleistung werden um zu zeigen, wie es besser geht, sei es am Empfang, Service, Verkauf und Reservierung sowie alle anderen Abteilungen im Hotel. Wenn die Bewertungen vom Hotel noch ernster genommen und beantwortet werden, dann sieht der Gast auch nach der Abreise, dass wir uns wirklich für ihm seine Bewertungen, Anregungen und Anmerkungen interessieren.

Wir dürfen unseren Beruf nicht schlecht reden, sondern müssen weiter in die Mitarbeiter investieren und diese motivieren, damit sie spaß und Lust haben in unserer Hotellerie zu arbeiten und weiter zu kommen sowie Perspektiven bieten. Wir haben das Potenzial und sollte es nutzten, um gute Mitarbeiter zu halten sowie neue zu gewinnen. Auch ist es wichtig, dass wir einen guten Mix zwischen junge und erfahrene Mitarbeiter haben, damit alle voneinander profitieren, lernen und eine sehr gute Dienstleistung und Service bieten können. Wenn wir dies schaffen, werden andere Branchen auf die Hotellerie gucken, um zu sehen, was sie von uns lernen können. Das Potential in der Hard und Software ist da, dass Management ist gefordert die Mitarbeiter zu führen und nicht im Regen stehen zu lassen. Dies gilt nicht nur für Auszubildende sondern für alle Mitarbeiter im Hotel.

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Die Realität mit der Generation Y oder wie geht Personal heute

Es wird in den letzten Monaten viel über die Generation Y gesprochen und geschrieben. Wie sind und was sind sie, sowie was sie eigentlich wollen und natürlich wie gehen diese mit dem Unternehmen sowie das Unternehmen mit denen?

In den letzten Wochen gab es einen sehr schönen Blogbeitrag von Elke Schade über die Frage wie und ob ge’du’st werden soll oder kann? Das passt alles zusammen, dieses ‚wir sind cool und müssen uns per DU ansprechen’ und die teilweise null Bock bei der Arbeit der Generation Y. Natürlich möchte ich nicht generalisieren, nur es fällt auf, dass, was unten steht immer mehr passiert.

Wir haben alltäglich viele Erfahrungen mit der Generation Y, wie sie zur Arbeit kommen nur nicht da sind, um zu arbeiten. Auch wenn die Mitarbeiter eine gutes Produkt, kostenloses Essen, ein Abo in einem Fitness Club, keine richtigen Uniformen (Jeans und Hemd/Bluse) – also sehr legere weitere Benefiz und nette Kollegen haben. Die neuen Mitarbeiter werden eingeschult und langsam in den Tagesablauf der Abteilung und deren Arbeiten eingeführt.

Was wir in der Realität erleben sind Mitarbeiter und Kollegen, die öfters fragen, wann es die nächste Pause gibt, kann ich früher nach Hause gehen, ich muss immer pünktlich nachhause gehen und ich muss mindestens jedes zweite Wochenende freihaben, weitere Beispiele gibt es zu genüge und das alles ist sehr bedenklich.

Diese Diskussion, wie wir die Mitarbeiter ansprechen oder diese uns (mit DU oder SIE) ist doch nebensächlich. Wie schaffen wir es, dass die Jungen Kollegen mehr spaß und Interesse haben (in unserem Fall in der Hotellerie) zu arbeiten und nicht nach kurzer Zeit kündigen oder um einen Aufhebungsvertrag bitten, damit sie Arbeitslosengeld bekommen werden. Die Lust bei der Arbeit anwesend zu sein nur nicht zu arbeiten ist schon bemerkenswert und enttäuschend zugleich.

Wir haben auch Mitarbeiter aus der Arbeitslosigkeit und Hartz IV eingestellt um diese auch eine Chance zu geben in die Berufswelt sich wieder einzugliedern. Was daraus herauskam, dass diese sich lieber mit deren Freunden treffen, als eine Arbeitsstelle zu haben und eigenes Geld zu verdienen. Die Kündigung war für mich nur ein wach werden, wie die Generation Y denkt und arbeiten möchte oder auch nicht.

Gerade Mitarbeiter und Praktikanten aus dem Ausland sind für uns ein Beweis, dass es auch anders geht. Diese wollen Arbeiten, lernen und dabei auch spaß haben. Wir sind jedes Mal positiv überrascht, wie gut diese sind und das diese ohne Wenn und Aber Arbeiten und dabei werden diese nicht ausgenutzt, wie manche es denken.

Wir versuchen Neue Mitarbeiter in die Hotellerie einzulernen und denen die Hotelwelt schmackhaft zu machen. All das ist gut und schön, nur wenn diese Generation mehr spaß woanders haben möchte als spaß bei arbeiten, werden wir in Zukunft ein größeres Problem bekommen, um passende Mitarbeiter zu gewinnen die auch Lust und den Willen haben zu arbeiten und für sich eine Zukunft sehen.

Dieses Möchtegern ‚Wir sind Freunde und piep piep piep wir haben uns alles lieb’ ist im Grunde nur ein Schauspiel. Gerade, die jenigen die immer dieses automatsich DU bevorzugen, haben auch nicht immer eine gute Arbeitsatmosphäre und machen mehr Show, als es wirklich gut ist.

Wir sollten mit der DU Freundschaftsshow aufhören und gucken wie wir gute und interessierte Mitarbeiter für uns gewinnen können, um diese Generation Y zu begeistern für einen Beruf, der in Grunde ein schöner und interessanter ist. Auch wenn viele sagen, die Branche bezahlt nicht gut und wir müssen mehr bezahlen, ist dies nur zum teil richtig.

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