Podcast Nr. 5 vom 30.05.2019

Podcast Nr 4 vom 23. Juni 2018

Podcast Nr. 3 vom 20. April 2018

Podcast Nr. 2 vom 17. Februar 2018

Podcast Nr. 1 vom 09.02.2018

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Antisemitismus und was nun?

vom 1. Mai 2018

Nachdem der Antisemitismus für Einige salonfähig geworden ist und die Presse sich damit derzeit (wieder einmal) auseinandersetzt, nutzen die Politiker es derweil für die Show auf der Bühne. Mit großen Worten wird versucht die Welle der Empörung schnell zu beruhigen.

Nur wenige Politiker versuchen aktive etwas zu ändern. Es stellt sich nur die Frage, weshalb sich in der aktuellen Debatte über den Antisemitismus gewundert wird.  Michel Friedmann sagte bereits vor über 10 Jahren, dass der latente Antisemitismus bei mehr als 25% der Bevölkerung liegt. Wenn Antisemitismus und Rassismus hingenommen werden, ist die Salonfähigkeit beider die recht schnell Konsequenz.

Welcher Antisemitismus herrscht heute in Deutschland?

Zu einem der ‚traditionelle’ rechte Antisemitismus. Diese Menschen denken, dass die Juden die Weltwirtschaft beherrschen, die Politik beeinflussen und generell der Menschheit nur Schlechtes bringen. Ich persönlich gehe davon aus, dass 99% der Menschen, die dieser Ideologie folgen, persönlich keinen einzigen jüdischen Bürger kennen. 

Dazu gibt es einen linken Antisemitismus. Am 1. Mai demonstrieren linke Antisemiten und Israel-Hasser des „Jugendwiderstands“.

Außerdem existiert der muslimische Antisemitismus. Dieser wird von einem klaren Anti-Israelismus gefördert. Dabei handelt es sich um Muslime, die mitbekommen, wie in der Politik der Türkei, des Irans gegen Israel und damit verbunden gegen das Judentum vorgegangen wird. Dies wird zum Anlass genommen, jüdische Bürger anzugreifen.   Wagt es sich jemand, mit einer Kippa oder gar einer Israelfahne öffentlich aufzutreten, muss es die Person oft in Kauf nehmen, auch von muslimischer Seite angegriffen zu werden. Dies beweist auch der jüngste Fall in Berlin.

Auf jüdischer Seite wiederum darf dies nicht zum generalisierten Hass gegenüber Muslime führen, denn die Geschichte hat oft genug bewiesen, dass Hass nicht mit Gegenhass bezwungen werden kann.

Soweit angeführt habe, eine Anti-Israel-Haltung habe nicht zwangsläufig etwas mit Antisemitismus zu tun, versteht die konkreten Zusammenhänge nicht. Klar ist, dass Menschen die israelische Fahnen verbrennen oder jüdische Bürger beschimpfen, zur Rechenschaft gezogen werden müssen!

Die Politik tut quasi nichts diesbezüglich. Diese stehen während einer Demonstration, welche sie nicht organisiert haben, auf einer Bühne wie zum Beispiel der Berliner regierende Bürgermeister (Michael Müller) und reden gegen Antisemitismus. Es stellt sich die Frage, warum nicht der Bürgermeister selbst eine Demonstration organisierte. Was tut diese Berliner Senatsregierung gegen Antisemitismus und Fremdenhass? Die einzige welche sich äußert, ist Sawsan Chebli und dies auch permanent.

Das Landgericht in Frankfurt hat eine Klage gegen Kuwait Airlines zurückgewiesen, nachdem die Firma sich im Sommer 2016 geweigert hatte, einen Israeli aufgrund seiner Staatsangehörigkeit zu befördern. In Deutschland besteht für Straßenbahnen und Fluglinien genau wie für Busse eine gesetzliche Beförderungspflicht. Eine Firma kann sich seine Kunden nicht aussuchen, sondern muss alle befördern sowie auch an alle Tickets verkaufen. Somit verstieß Kuwait Airlines klar gegen deutsches Recht, das Luftverkehrsgesetz. Wir sollten uns vorstellen, dass jede Fluglinie sich unter Berufung auf Heimatgesetze ihre Passagiere auswählen würde.

Warum wundern wir uns denn in Berlin? Die ehemaligen Berliner regierenden Bürgermeister haben Hunderte von Stellen bei der Polizei abgebaut. Im Jahr 2011 fehlten 460 Polizisten in Berlin und bis heute wurden viele dieser Stellen nicht wiedereingestellt. In der Stadt muss die Polizeipräsenz erhöht und damit die Sichtbarkeit verbessert werden. Die Schulen benötigen mehr Lehrer, damit diese auch Zeit haben dieses Problem an den Schulen anzugehen.

Der Bund und die Länder sollten einen Maßnahmenplan beschließen und diesen auch durchführen. Runde Tische reichen hier nicht und schöne Fotos von Politiker und regierenden Bürgermeister sind nur für die eigene PR gedacht. Es gibt viele private Initiativen, nur jeder weiß, dass dies nicht reicht.

Wenn der palästinensische Präsident, Mahmud Abbas, sagt, „Der Holocaust sei nicht durch Antisemitismus ausgelöst worden, sondern durch das „soziale Verhalten“ der Juden wie das Verleihen von Geld, so Abbas nach Angaben der Nachrichtenagentur Wafa“ – weiterhin äußerte Abbas in einer Rede, „Adolf Hitler habe die Einwanderung von Juden ins historische Palästina durch einen Deal zwischen dem deutschen Wirtschaftsministerium und der Anglo-Palestine Bank unterstützt, sagte Abbas in der Rede vor dem palästinensischen Nationalrat. Dadurch hätten Juden bei der Einwanderung all ihr Vermögen durch die Bank mitnehmen können. „(Quelle: FAZ online vom 1. Mai 2018). Solche Lügen, sollte er es tatsächlich gesagt haben, schüren natürlich noch mehr den Haß auf Israel und die jüdische Bevölkerung überall, auch in Deutschland.

Vielleicht wäre es auch empfehlenswert, wenn sich der Bundespräsident nicht mit Mitglieder der Iran-nahe ‚Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands‘ (IGS) zum Gespräch getroffen hätte. Laut Sicherheitsbehörden steht der IGS unter direktem Einfluss der iranischen Führung in Teheran – die Israels Vernichtung ankündigt, den Holocaust leugnet, Menschenrechte missachtet. ‚Tod Israel‘ ist offizielles Staatsziel des Mullah-Regimes. Ein gutes Zeichen nach draußen und gegen den Antisemitismus ist dies nicht gerade.

Es ist endlich an der Zeit, dass der Antisemitismus nicht auf den Bühnen besprochen wird, sondern den Taten folgen um dieses Problem klar und deutlich in den Griff zu bekommen. Es fehlt Geld für Maßnahmen und solange alle auf den Dagobert Säcken sitzen bleiben, wird sich die Lage bezüglich des Antisemitismus nicht bessern, im Gegenteil. Dann sollte keiner der Politiker aufstehen und geschockt in die Kameras gucken!

Risk Free by Booking.com = Full Risk by Hotelbranche

vom 22. März 2018

Es hört sich zu gut an, um wahr zu sein: Booking.com bietet den Gästen seine unglaubliche Großzügigkeit an.  Nicht stornierbare Raten mit voller Geld-zurück-Garantie. Demnach bietet Booking.com die Zimmer auch nach einer Stornierung des Gastes weiter an und versucht das Zimmer an einen ‚Ersatzgast’ zu vermitteln. Sollte das Zimmer nicht verkauft werden können, übernimmt Booking.com die vollen Kosten. Für den Hotelgast bietet sich so volle Flexibilität zu einer attraktiven Zimmerrate.

Was bedeutet all das für die Hotelbranche, was sich auf Verbraucherseite so verlockend anhört?

Klar ist, dass Booking.com die Möglichkeit behält das Zimmer weiterhin zum  günstigen Preis der nicht-stornierbaren Rate anzubieten. Der Gast wiederum erhält die Vorteile der teureren flexibleren Rate zum Preis der nicht flexiblen günstigeren Rate.

Folgende Fragen stellen sich, wenn wir uns das ‚Risk Free’ Programm genauer anschauen:

1. Wird Booking.com die Hotels zum eigenen Vorteil gegeneinander ausspielen mit dem erhöhten Preis- und Wettbewerbsdruck?

2. Was sind die Nachteile für nicht teilnehmende Hotels? Entsprechen diese den Nachteilen der nicht teilnehmenden bzw. ausgetretenen Hotels am Preferred Programm?

3. Schafft es die Hotellerie, sich gegen dieses Preisdumping Angebot von Booking.com geschlossen zu wehren?

Denn das Risiko ist ganz klar: Warum sollte der Gast noch die teureren Raten buchen, wenn er weiß, dass er für weniger Geld das Zimmer jederzeit stornieren kann? Mit einer Teilnahme am „Risk Free“-Programm drückt Booking.com den allgemeinen Zimmerpreis nach unten: auf das Niveau der nicht stornierbaren Rate, das in den meisten Fällen 10 – 20 % unter der flexiblen Rate liegt. Darüber hinaus festigt Booking.com seine marktbeherrschende Stellung gegenüber Expedia & Co.

Die an diesem Programm teilnehmenden Hotels, können sich von höheren Raten verabschieden und binden sich zunehmend an Booking.com. Der Direktvertrieb wird dadurch massiv geschwächt.

Es ist nur zu empfehlen, die Finger von diesem Glückseligkeit-versprechendem Tool von Booking.com zu lassen und die Unabhängigkeit des Hotels zu bewahren.

Direkt Buchungen für Hotels – was sonst

vom 13. März 2018

In den letzten Wochen traf ich verschiede Anbieter von IBE Internet Booking Engine oder auf Deutsch….Online Reservierungssysteme’), PMS (Property Management System – Hotelinformation, Management- und Verwaltungssystem) und anderen Software sowie IT Lösungsanbieter für die Hotelbranche und sah deren technischen Möglichkeiten. Wir reden immer über die Digitalisierung, auch darüber, wie weit die Hotelbranche in diesem Thema noch hinterher hinkt. Nur bevor wir hoch hinauswollen, in der neuen digitalen Welt, sollten wir mit den Basics anfangen: den Websites und einer vernünftigen Buchungsstrecke.

Die Bandbreite der IBEs ist groß, von multifunktionalem Dashboard bis hin zu einstellungsarmen Basisangeboten. Was bleibt in der Summe ist der Preis, der meist bezahlbar ist. So gibt es hervorragende Buchungsmaschinen für 200,00 € monatlich und „gute“ für 120,00 € pro Monat. Dies zeigt, dass wirklich jedes Hotel, auch in der Peripherie sich eine Buchungsmaschine leisten kann, um direktes Geschäft über die eigene Webseite zu generieren.

Bei den Websites ist das Thema ein wenig komplexer. Vorgefertigte Templates, die lediglich auf die Corporate Identity des Hotels angepasst werden, bekommt der Hotelier für 99,00 € monatlich. Das heißt, mit einer Investition kann sich ein Hotel vernünftig aufstellen, um direkte Buchungen zu erhalten. Im Gegensatz zu den OTAs verringert sich der Anteil dieser Investitionssummer mit jeder eingehenden Buchung. Mithin spart der Hotelier Geld, wenn vorherige OTA-Buchungen in Direktbuchungen umgewandelt werden können, da der aufzuwendende Betrag immer gleich bleibt und nicht pro Buchung erneut anfällt, wie das Kommissionsmodell.

Viele OTA-Befürworter führen gern als Argumentation an, dass die Direktbuchungen auch nicht umsonst sind. Aber es fallen eben nicht pro Buchung 20 % an, sondern es liegt eine degressive Kostenstruktur bei steigender Buchungszahl vor. Aus diesem Grund sollte ein Kernfokus der Hotellerie weiterhin auf der Generierung von Direktbuchungen liegen, statt den OTAs das Spielfeld zu überlassen.

Dank vieler Start Ups und zahlreicher etablierten Unternehmen können die Hotels sich genau die Buchungsmaschine aussuchen, die nicht nur perfekt zum jeweiligen Haus und Bedarf, sondern auch zum Budget passt.

Die Hotelbranche sollte endlich aufhören, Gründe zu finden, die OTAs als bedingungslosen Partner zu definieren. Wir, die Hotellerie, sollten den Hotelgästen es leichter machen, auf unsere eigene Website zu buchen. Nur so kann das Gasterlebnis bereits vor Anreise beginnen und Loyalität aufgebaut werden. Dazu brauchen wir weiterhin gute und innovative Anbieter von IBE, Channel Manager und PMS Systeme.

Digitale Analoge Hotellerie

vom 17. Januar 2018

Die Hotellerie bewegt sich rasant digital und täglich kommen neue Produkte auf den Markt. Sie alle haben das Ziel, die Gäste noch effektiver, schneller, besser zu begeistern und das Leben im Hotel zu vereinfachen.

Viele dieser Ideen sind sinnvoll und unterstützen die Häuser um ein besseres ‚Guest Experience Feeling’ bieten zu können. Diese Innovationsvielfalt wirft jedoch auch die Frage auf, was die Gäste tatsächlich benötigen. Die Hotellerie ist immer noch ein Gewerbe, welches sich intensiv mit Persönlichkeiten auseinandersetzt. Die Gäste erwarten nette, zuvorkommende Mitarbeiter mit Dienstleistungssinn.

Was bliebe vom Erlebnis „Hotel“, wenn zum Beispiel Gäste automatisch einchecken, per App ihre Room Service Bestellung und Extrawünschen angeben und sich lediglich über den digitalen Concierge Restaurant Tipps oder Ausflugsziele auflisten lassen. Es ist leider so, dass zahlreichen Branchenvertretern bzw. digitalen Zulieferern lediglich eine Schwarz-Weiß-Sicht offensteht. Daher muss jedes Hotel genaustens prüfen, welche digitalen Hilfsdienste zum Produkt passen ohne Mitarbeiter und/oder Gäste zu überfordern.

Neben dem Nutzen für die Gäste sollte auch der Kostenfaktor nicht unterschätzt werden. So schnell wie ein Jahresvertrag für den ach-so-tollen Service abgeschlossen ist, so schnell stellt sich oftmals heraus, dass er entweder von den Gästen / Mitarbeitern gar nicht angenommen wird oder einfach nicht die erhoffte Unterstützung liefern kann. Kostenfreie Probezeiten oder Demoversionen sind daher unbedingt empfehlenswert, um die finanzielle Belastung nicht ausufern zu lassen.

Die digitale Welt in der Hotelbranche beginnt eindeutig mit einer guten, schnellen und funktionierenden Webseite. Dazu eine gute und leicht zu bedienende Buchungsmaschine (IBE). Wir können doch nicht immer von der digitalen Revolution reden, wenn die Basisaufgaben nicht erledigt sind. Erst wenn Hotels ein solides Fundament geschaffen haben, können weitere Schritte gegangen werden bis hin zum kostenlosen Mobiltelefon oder digitalem Concierge in den Zimmern. Wir sollten nicht laut darüber klagen, sondern besonnen und strategisch handeln sowie Prioritäten setzten.

Es ist wichtig eine goldene Mitte zu finden zwischen perfekter Dienstleistung und digitalem Vorsprung. Die Gäste möchten, davon bin ich überzeugt, bei uns im Hotel mit den Empfangskolleginnen und Kollegen sprechen, sich informieren welches Restaurant oder Bar wir aus lokaler Sicht empfehlen. An einer Beschwerde, wieso wir keinen elektronischen Check-In haben, wieso die Tür nicht automatisch aufgeht und so weiter, mangelt es jedenfalls bisher.

Die Hotellerie sollte nicht auf populistische Töne setzen, sondern klug und überlegt eine Strategie planen. Digitale Technologie müssen für die Gäste und Mitarbeiter zum Vorteil sein und nicht als Ersatz für das eigene Ego der Geschäftsleitung oder der Direktion dienen.

Wenn wir die Branche voranbringen wollen, sind das A und O unsere Mitarbeiter. Wir sollten diese dafür begeistern bei uns zu arbeiten und die Dienstleistung zu lieben. Dazu benötigen wir innovative DeHoGa’s sowie eine gute Kommunikation in der Branche. Alte Strukturen sollten geöffnet und neue Wege im Personalmanagement gegangen werden. Was vor 10 oder 20 Jahren in der Hotellerie und Gastronomie noch gut und effektiv war, ist heute überwiegend nicht mehr vertretbar. Wir können die Erneuerung und wiederholte Selbsterfindung nicht nur von den Hotels verlangen, wenn die Landesverbände es selbst nicht wagen und zu sehr an überkommenen Strukturen festhalten.

Mitarbeiter in der Branche sollten gerecht und gut bezahlt (eigentlich darf dies kein Thema mehr sein) sowie motiviert werden. Neben der Bezahlung bieten weitere Vergünstigungen und Benefits hierfür zahlreiche Möglichkeiten. Wir müssen uns nicht verstecken, haben sogar das Potenzial es besser zu machen als andere Branchen.

Deswegen ist das Motto „Digitale und Analoge Hotellerie“ für mich so passend. Auf der einen Seite digital voran zu schreiten und analog das Personal für die Branche begeistern.

Wir werden Sie Jagen und unser Land zurückholen – Naziparolen von Alexander Gauland

vom 25. September 2017

Jetzt ist es amtlich, Rechtsradikale, Ausländerfeinde und Nazis ziehen in den Bundestag ein. Wahrscheinlich war die Hoffnung immer noch da, aber es hat nicht geholfen – sie sind stark im Bundestag vertreten. Die Realität kam schnell zurück und hat uns auf den Boden der Tatsachen gebracht.

Jetzt müssen wir uns daran gewöhnen das Rechtsradikale, Fremdenhasser, Antisemiten und Nazis im Reichstag sitzen werden. Bereits gestern Abend war der Gau…. Alexander Gauland mit seinen Sprüchen da: ‚Wir werden Sie jagen’ oder ‚Wir werden unser Land zurückholen’. Wenn das nicht rechtsradikal ist was dann)?!

Das Land gehört weder Alexander Gauland noch der AfD und das müssen diese Menschen verstehen. Diese Äußerungen sind nicht demokratisch und gehören nicht hierher und bestimmt auch nicht in den Deutschen Bundestag. Diese Sprüche sind rechtsradikal, ohne Wenn und Aber! Alle die anders denken, einen anderen Glauben oder eine andere Nationalität haben sind für Gauland und seinen Kumpanen eine Gefahr für dieses Land, so haben auch mal andere Deutsche geredet!!

Die AfD ist zwar demokratisch gewählt worden, nur eine demokratische Partei ist sie nicht und akzeptiert den Rechtsstaat, Glaubensfreiheit, Pressefreiheit und Menschenrechte nicht.

Wir müssen es erkennen und klar sagen, dass sich Deutschland seit gestern offiziell verändert hat. Die Gaulands, von Strochs, Höckes und Weidels der AfD sind eine Schande für diesen Staat.

72 Jahre Ende des 2. Weltkrieges und als Sohn eines Getto Lodz und Auschwitz überlebender macht es mich sehr nachdenklich, wie dieses Land in den nächsten 4 Jahren aussehen wird. Zwar sagt der Populistische und Rechtsradikale Alexander Gauland, dass die AfD nicht antisemitisch ist, nur glauben kann und werde ich es nicht. Er ist ein Antisemit und ein Rassist so wie auch Alice Weidel, Björn Höcke, Beatrix von Storch und viele anderen in der AfD.

Unsere Politiker sollten sich jetzt Gedanken machen, wie unsere Werte und die Demokratie zu schützen sind anstelle dumme Parolen aus sich zu geben. Die gestrige ‚Berliner Runde’ hat gezeigt, wie engstirnig einige an diese Sache herangehen.

Wenn solch eine undemokratische, völkische sowie menschenverachtende Partei so stark ist, müssen wir es gemeinsam schaffen demokratisch und menschlich gegen diese Partei und deren Anhänger mobilzumachen. Der Großteil der AfD Wähler und deren Unterstützer sollten wir mit Argumenten, Fakten sowie Veränderungen vor Ort davon überzeugen, dass unsere Demokratie wichtig und das Richtige ist.

Der Epilog aus dem Buch von Friedrich Dönhoff ‚Ein gutes Leben ist die beste Antwort’ die Geschichte des Jerry Rosenstein passt gut zu diesem Blog.

Neulich war Jerry wieder auf einem Kreuzfahrtschiff. Beim Dinner setzte sich eine Dame aus Australien neben ihn. Man aß Ente süßsauer, trank Rotwein und sprach über dieses und jenes. Beim Dessert richtete die Dame plötzlich das Wort an Jerry: „Jetzt mal ehrlich, Herr Rosenstein“, sagte sie. „Glauben Sie wirklich, dass es Auschwitz gegeben hat?“

Jerry schaute die Dame verblüfft an. Dann legte er seinen Löffel beiseite, entschuldigte sich, stand auf und ging.

Oben an Deck, war kein Mensch. Die Nacht war sternenklar und wunderschön.